Video Neuromarketing: Whiteboard Erklärvideo ist die effektivste Präsentationsmethode

2D Animation Neuromarketing Explainer Video 15. 06. 2019 Sarah Sa-Nguan Video Neuromarketing: Whiteboard Erklärvideo ist die effektivste Präsentationsmethode

Wenn Sie sich von GK Animation ein Whiteboard Erklärvideo erstellen lassen bedeutet das nicht auf „irgendeine Trendwelle“ aufzusteigen, sondern sich dafür entschieden zu haben, mit der effektivsten Präsentationsmethode zu arbeiten. Doch warum ist gerade ein Erklärvideo die effektivste Präsentationsmethode? Hierzu gibt es Erkenntnisse aus der Neurowissenschaft und somit psychologisch fundierte Erklärungen, die wir Ihnen in diesem Artikel näher erläutern. Außerdem erfahren Sie, was die typischen Merkmale einer Whiteboard Animation sind und wie Whiteboard Videos entstehen.

Was ist ein Whiteboard Erklärvideo / eine Whiteboard Animation?

Eine Whiteboard Animation ist eine Animation / ein animiertes Video, das mit einem weißen Hintergrund anfängt, auf welchem eine Hand beginnt einfache Figuren / Gegenstände / Formen zu zeichnen und schreibt vereinzelt ein, zwei Wörter. Klassischerweise wird der Ablauf begleitet von einem Erzähler/einer Erzählerin.

In dieser Form ist ein Whiteboard Erklärvideo ein alternatives Präsentationsvideo, zum Beispiel zu einem herkömmlichen Video mit einer (realen) Person, die einen Vortrag „von Gesicht zu Gesicht“ hält oder Personen, die etwas vorführen.

Erklärvideo erstellen lassen: Wie entsteht ein Whiteboard Erklärvideo?

Wer sich ein Erklärvideo erstellen lassen möchte, hat sich im Rahmen dessen sicherlich einige Beispiele angeschaut. Viele fragen sich dabei (und Sie bestimmt auch), ob die Hand, die in einem Whiteboard Erklärvideo zeichnet, eigentlich „echt“ ist und „wirklich zeichnet“. Die Antwort: Ja, die Hand ist echt und zeichnet wirklich.

Methode 1

Bei professionierten Unternehmen werden Aufzeichnungen von echten Künstlern mit zeichnerischem Talent gemacht, während diese Ihre persönliche Geschichte von Hand visualisiert. Anschließend werden die Aufzeichnungen von (einem nicht minder talentierten und oftmals studierten) Computerdesigner fachkundig am Computer mit speziellen Programmen zu ansprechend bearbeitet – Soweit jedenfalls zur ursprünglichen, professionellen Methode, die auch wir bei GK Animation praktizieren.

Methode 2

Bei der anderen, konventionellen Methode erwerben Unternehmen sogenannte Designpakete mit Lizenzen von Drittanbietern. Bei diesen Designpaketen handelt es sich um vorgezeichnete Illustrationen, Charaktere, Hintergründe, Icons etc., welche kategorisiert sind in unterschiedliche Themenbereiche (zum Beispiel nach Berufen, Sportarten, Nahrungsmitteln, Alter, Geschlecht usw.). Vorlagen von zeichnenden Händen sind ebenfalls erwerblich. Die günstigste Lizenz erlaubt es dem zahlenden Unternehmen die Designpakete zu verwenden, mit Einschränkungen minimal anzupassen und unter der eigenen Marke gewinnbringend weiterzuverkaufen. Wer umfassendere oder individuellere Anpassungen wünscht, der muss damit rechnen, dass entweder der Anbieter einen höheren Preis für die Lizenz zahlen muss und Sie somit für die Erstellung Ihres Videos oder aber, dass individuelle Anpassungen überhaupt nicht möglich sind. Grundsätzlich ist diese Methode die günstigste, da hier keine Kosten entstehen für einen Drehtag und für alle, die in einem Dreh involviert sind (Künstler, Kameramann, Regisseur, Stylist etc.).

Methode 3

Damit professionierte Unternehmen preislich mit den Anbietern mithalten können, die mit gekauften Vorlagen arbeiten, hat sich eine 3. Methode etabliert, nämlich eine Kombination aus beidem.

Hierbei können Sie von professionierten Unternehmen ebenfalls auf Grundlage von Vorlagen ein ansprechendes Whiteboard Erklärvideo erstellen lassen, wobei sie sich jedoch ausschließlich ihrer hauseigenen, lizenzierten Künstlerbibliothek bedienen. Die Vorteile sind offensichtlich: Günstigere Preise für Interessenten, die aber trotzdem die Möglichkeit haben die Vorlagen ohne Einschränkungen zu individualisieren, Stichwort Corporate Identity, als auch die Sicherheit kein 0815-Video zu erhalten - Nicht zu vergessen die Tatsache, dass die Rechte vom Schöpfer direkt erlangen.

Prinzipiell haben wir von GK Animation die Erfahrung gemacht, dass die professionelle Methode mehr Spielraum für individuelle Kreativität lässt und die Ideen und Vorstellungen, die Sie im Kopf haben, viel präziser umgesetzt werden können, was ganz einfach daran liegt, dass unsere Künstler nicht an Designs / Vorlagen gebunden sind und sich vollkommen auf Ihre Wünsche einlassen. Das fertige Video entspricht dem Charakter des jeweiligen Unternehmens und kommt daher sowohl bei den Auftraggebern selbst als auch bei der Zielgruppe viel besser an, die sich schließlich mit Ihrem Unternehmen, Ihrer Marke oder Ihrem Produkt identifizieren möchten.

Whiteboard Erklärvideo: ✔ Informationen leichter vermitteln & länger behalten ✔ Empathie triggern ✔ Zur Aktion animieren


1. Dr. Richard Wiseman: Die Whiteboard Animation als Präsentationsvideo im Vergleich zu Präsentationsvideos mit Personen

Die zeichnende Hand ist nicht nur ein klassisches Merkmal, sondern einer der neuropsychologischen Gründe, warum Whiteboard Erklärvideos so effektiv sind. Um genauer zu sein hat das hat was damit zu tun, wie „Hände“ und „Aufmerksamkeit“ in unserer Wahrnehmung miteinander verknüpft sind. Die Hände lenken und halten die Aufmerksamkeit und dadurch, dass der Künstler von Anfang bis Ende zeichnet, ist eine „visuelle Mitentwicklung“ möglich, wodurch Zuschauer in einer sinnvollen Reihenfolge recht viele Informationen in kürzester Zeit aufnehmen können. Die zeichnende Hand verhindert regelrecht, dass die Aufmerksamkeit irgendwo anders hinwandert und die Konzentration abnimmt – Eben genau das, was nicht passieren soll, wenn Sie wirklich etwas zu sagen haben, das im Kopf ankommen und bleiben soll.

Bei einem Präsentationsvideo, indem eine Person einen Vortrag hält oder Personen etwas vorführen, konzentrieren sich Zuschauer viel mehr auf die Person(en) oder noch spezifischer auf das Gesicht, wobei die Gedanken beginnen unwillkürlich abzuwandern. Schaut man sich Heatmaps von Werbungen an, in der ein Gesicht zu sehen ist, dann fällt auf, dass dieses immer einer der Hotspots ist. Als soziales Lebewesen fühlen wir uns „von Gesichtern angezogen“ und beginnen die Person zu analysieren, anstatt uns auf die verbal wiedergegebenen Informationen zu konzentrieren.

Das Whiteboard Animationen die Aufmerksamkeit bündeln und dafür sorgen, dass Informationen besser aufgenommen und behalten werden, belegte Dr. Richard Wiseman 2012 in seiner durchgeführten Studie mit 1000 Probanden.

In dieser verglich er die Antworten auf die gleichen Fragen, wobei jeweils 500 Probanden ein Präsentationsvideo gesehen hatten, in welchem er den Vortrag selber hielt und die andere Hälfte eine Whiteboard Animation, natürlich mit den gleichen Informationen. Ergebnis: Während die eine Hälfte, die das „sprechende Kopf“-Video gesehen hatten, nur 70% der gestellten Fragen beantworten konnten, beantworteten diejenigen, die das Whiteboard Video sahen, 92% der Antworten korrekt. Das bedeutet in Zahlen, dass rund 15% (!) mehr an Informationen aufgenommen wurden.

2. fMRI-Studie von Simon Laceya, Randall Stilla & K. Sathian: Sprachbilder stimulieren den somatosensorischen Cortex

Animationen sprechen die Sprache des Gehirns, da das menschliche Gehirn (vereinfacht erklärt) Informationen in Bildern verarbeitet und in Bildern denkt. Sobald wir versuchen Abstraktes oder Gefühle zu verstehen, entstehen ganz automatisch Bilder in unserem Kopf. Und auch Sie haben sicherlich schon den Satz gehört „Stellen Sie sich das bildlich vor“, wenn Ihnen etwas erklärt wurde. Sich Dinge zu verbildlichen, um sie zu verstehen, lernen wir schon als Kinder, zum Beispiel als wir zählen und rechnen gelernt haben und wir die entsprechende Anzahl als Äpfel, Birnen o.Ä. malen sollten.

Möchten wir also Abstraktes und Gefühle besonders gut verständlich machen, nutzen wir ganz selbstverständlich Sprachbilder (bildliche Sprache/Methapern), wie „ein gebrochenes Herz“, „ein Stein fällt vom Herzen“, „die Nadel im Heuhaufen“ usw. Die Verbildlichung ermöglicht es dem Empfänger die Nachricht sofort zu verstehen und sogar nachzuempfinden, was das wirklich interessante an Sprachbildern ist: Sie stimulieren unseren sogenannten somatosensorischen Cortex, der für die haptische Wahrnehmung (tastendes „Begreifen“ im Wortsinne) verantwortlich ist. Dadurch dringt die Nachricht viel tiefer in unsere Gefühlswelt und wir sind in der Lage, die Emotionen regelrecht selbst zu fühlen, was wiederum Empathie ermöglicht – Und genau das macht professionelle Animationen zu einem effektiven Medium.

Das Methapern unseren somatosensorischen Cortex stimulieren, fanden 3 Forscher Ende 2011 in einer fMRI-Studie heraus. Das interessante Ergebnis von Simon Laceya, Randall Stilla und K.Sathian von der Emory University in Atlanta wurde im März 2012 im Magazin „Brain and Language“ unter dem Titel „Metaphorically feeling: Comprehending textural metaphors activates somatosensory cortex“ veröffentlicht (Ausgabe 140, Seite 416-421).

3. Geon Theorie nach Biedermann: „Mehr Zeit“ für das Wesentliche Dank unkomplizierten Formen und Figuren

In Kürze & bescheiden zusammengefasst geht die Geon Theorie nach Biedermann davon aus, dass das menschliche Gehirn beim Betrachten seiner Umwelt diese im Gehirn als viel einfachere Formen wahrnimmt. Demnach sehen wir nicht das komplexe Objekt an sich, sondern (viele) einfache Formen (die „Geonen“ wie Zylinder und Abkömmlinge davon).

Da Whiteboard Animationen minimalistisch gehalten sind, kann davon ausgegangen werden, dass dem Zuschauer mehr Zeit für das Wesentliche bleibt, nämlich für die Informationen und Gefühle.

4. „Kauf-Mich-Knopf“ bisher nicht entdeckt, dafür aber die Region, die für das Teilen von interessanten Informationen zuständig ist: Temporoparietaler Übergang (TPJ)

Gerne wird behauptet, dass mit Neuromarketing versucht wird das Kaufverhalten von Konsumenten zu hacken. Und irgendwo mag das auch zutreffend sein, aber bisweilen wurde dieser „Kauf-Mich-Knopf“ noch nicht gefunden. Stattdessen haben 5 Forscher von der University of Carolina in Los Angeles die Region im Gehirn entdeckt, die für das Teilen von interessanten Inhalten zuständig ist, also tatsächlich Inhalte über Social Media zu teilen und somit quasi den „Teilen-Button“ („Share-Button“), was zugegebenermaßen auch nicht schlecht ist.

Die Region, die beim Teilen solcher Inhalte maßgeblich beteiligt ist, nennt sich „Temporoparietaler Übergang“ [Temporoparietal Junction (TPJ)] und wird durch Emotionen ausgelöst. Solche „emotionalen Gründe“ zum Teilen von Inhalten können zum Beispiel Belustigung (hoher Unterhaltungsfaktor), Begeisterung, Neugierde, Faszination, Schock (oder auch Empörung) sowie Verwunderung sein. Also genau die Emotionen, mit denen man bei klassischen Whiteboard Animationen arbeitet.

Die Forschungsergebnisse wurden übrigens im Mai 2013 unter dem Titel „Creating Buzz: The Neural Correlates of Effective Message Propagation“ zuerst online über das Portal von dem Magazin „Psychological Science“ veröffentlicht und dann ebenfalls im darauffolgenden Printmagazin.